Freitag, 12. Februar 2016

Rezension zu "Die Zelle" von Jonas Winner

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Zusammen mit seiner Familie zieht der 11-jährige Sammy von London nach Berlin. Sein neues Zuhause ist eine alte Jugendstilvilla mit einem großen Grundstück in Grunewald. Eines Tages entdeckt er eine Falltür, die in einen alten Luftschutzbunker führt. Was er dort entdeckt, verstört ihn zutiefst: Durch ein Guckloch kann er in eine Zelle schauen, die komplett mit Gummifolie ausgekleidet wurde - und mittendrin ein zutiefst verängstigtes, junges Mädchen. Als er dem Mädchen einige Zeit später helfen will, ist sie plötzlich verschwunden. Sammy ist sich schließlich sicher, dass nur ein einziger Mensch dahinterstecken kann: sein eigener Vater, der sich seit seiner Ankunft in Berlin sehr verändert hat. Nach und nach gerät er immer tiefer in einen Albtraum, wo die Frage auftaucht: Was ist wahr und was nur Einbildung?

"Es war wie eine schwarze Aura, die ihn umgab, ein Hort von Geheimnis und Dunkelheit. Was wusste ich von ihm, wenn ich ihn an unserem Tisch sitzen sah?" - Seite 105

Dieser Thriller gehört zu jenen Büchern, die man nicht mehr aus der Hand legen kann und am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. In der Ich-Perspektive aus Sicht des 11-jährigen Sammy geschrieben, kann der Leser sehr gut miterleben, wie dieser nach und nach seinen ganz persönlichen Albtraum erlebt.  Auch die Schauplätze sind durch die detailreiche Beschreibung sehr gut vorstellbar.

Mein Fazit: "Die Zelle" ist ein Buch, das die Bezeichnung "Psychothriller" auf jeden Fall verdient hat. Dieser  ist schockierend und beängstigend - aber auch sehr spannend. Besonders die unheimliche Atmosphäre ist sehr gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, man ist sofort mittendrin in der Geschichte. Manchmal etwas heftig, nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Auch wenn zum Ende hin einzelne Fragen offen bleiben, ist das Werk doch insgesamt gut gelungen. Auf jeden Fall sehr packend!


Meine Bewertung:



Titel: Die Zelle
Autor: Jonas Winner
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 352
Verlag: Droemer Knaur


Vielen Dank an Jonas Winner für das Rezensionsexemplar! :)

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