Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension zu "Die Stadt der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

Zum Buch


Band 2 der Reihe um die besonderen Kinder

Nach den dramatischen Ereignissen schaffen es Jacob und die Kinder im letzten Augenblick, vor ihren Feinden zu fliehen - aus der Zeitschleife und somit von der Insel Cairnholm, wo die besonderen Kinder behütet von Miss Peregrine viele Jahre lang gelebt haben. Doch der Kampf blieb nicht ohne Folgen: Miss Peregrine, eine der Ymbrynen, die die Zeitschleifen bewachen, kann sich nicht mehr in ihre Menschengestalt zurück verwandeln und benötigt dringend Hilfe. Um sie zu retten, machen sich Jacob und die Kinder auf den Weg nach London, wo sich andere Ymbryne aufhalten soll, die Miss Peregrine helfen kann. Es wird eine gefährliche Reise, denn sie befinden sich im Jahr 1940 in England - mitten im 2. Weltkrieg. Zudem sind ihnen die Feinde auf der Spur, die einen finsteren Plan verfolgen...


"Es geht nicht um Schicksal", sagte ich, "aber ich glaube, dass die Welt im Gleichgewicht sein muss, und manchmal greifen unbekannte Kräfte ein, um die Waagschalen wieder ins rechte Lot zu bringen. Miss Peregrine hat meinen Großvater gerettet - und jetzt bin ich hier, um sie zu retten." (Jacob) -Seite 72, eBook


Da mir der erste Band Die Insel der besonderen Kinder schon gut gefallen hatte, war ich nun umso gespannter, wie es nach der Flucht aus der Zeitschleife mit Jacob und den Kindern weitergeht. Die Stadt der besonderen Kinder schließt nahtlos an seinen Vorgängern an und ist meiner Meinung nach noch etwas packender. Die Handlung entwickelt sich sehr gut, es tauchen wieder tolle Fantasy-Elemente auf, die hier wunderbar beschrieben werden: Ob es die besonderen Orte in den Zeitschleifen, die phantastisch-skurrilen Figuren oder der abenteuerliche Weg der Gefährten selbst ist - alles ist spannend zu verfolgen. Erwähnenswert sind natürlich vor allem die Hauptfiguren der Geschichte: Jacob, der aus der Gegenwart kommt und im ersten Band das Geheimnis seines verstorbenen Großvaters gelüftet hat und natürlich die besonderen Kinder, von denen jeder eine einzigartige Fähigkeit hat. Im Vorgänger lernt man die einzelnen Personen mit ihren Besonderheiten ja schon kennen, hier erfährt man aber noch Einzelheiten über ihr früheres Leben - dieses hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jacob geschrieben, der selbst auch eine Fähigkeit hat, die für ihre gefährliche Reise sehr nützlich ist.


"Trotz der Schwierigkeiten und Gefahren und trotz der Tatsache, dass diese seltsame Welt in dem Moment auseinanderzufallen begann, als ich sie entdeckte, war ich zutiefst froh, hier zu sein."  (Jacob) - Seite 102, eBook


Unbedingt erwähnenswert sind  neben der besonderen Covergestaltung auch die vielen schwarz-weiß Fotografien im Buch, die verschiedene Situationen und Personen zeigen und der Geschichte nochmal einen etwas nostalgischen Flair gibt.

Mein Fazit: Eine sehr gelungene Fortsetzung einer wirklich besonderen Trilogie. Die Stadt der besonderen Kinder hat mir noch etwas besser gefallen als der Auftakt. Die Handlung ist spannend, es passiert einiges - man kann das Buch nur schlecht aus der Hand legen. Es gibt wunderbare Fantasy-Elemente, phantastische Figuren und einige Abenteuer, die natürlich neugierig auf den letzten Band machen. Der Schreibstil ist flüssig und die Ich-Perspektive sehr gut gewählt. Es war wirklich eine Überraschung, dass sich die Geschichte noch so steigern konnte. Wirklich lesenswert!

Meine Bewertung: 





Titel: Die Stadt der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Genre: Fantasy / Phantastik
Seitenanzahl: 480
Verlag: Knaur


Die Bücher der Reihe Die besonderen Kinder:
Band 1 - Die Insel der besonderen Kinder
Band 2 - Die Stadt der besonderen Kinder
Band 3 - Die Bibliothek der besonderen Kinder


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Hey =)

    Mir hat das Buch damals auch sehr gut gefallen. Weiter habe ich zwar nie gelesen, aber die Verfilmung von Tim Burton fand ich auch ganz angenehm. Allerdings überhaupt nicht für Kinder geeignet. Wie die Filmindustrie immer diese niedrigen Einstufungen hinzimmert ist mir ein Rätsel.

    LG
    Anja

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    1. Hi Anja,

      ich lese den 3. Band "Die Bibliothek der besonderen Kinder" direkt hinterher und bisher ist er genau so vielversprechend wie dieser Teil. :)

      Die Verfilmung von "Die Insel der besonderen Kinder" habe ich bisher noch nicht gesehen, werde ich aber noch nachholen. :)
      Ok, das kann ich mir vorstellen, dass der Film vielleicht nicht unbedingt für Kinder geeignet ist.

      Liebe Grüße
      Nicole

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