Sonntag, 26. November 2017

Rezension zu "Über den wilden Fluss" von Philip Pullman

Zum Buch


Wie alles begann - die Vorgeschichte zu Der Goldene Kompass ...

Der elfjährige Malcolm lebt mit seinen Eltern in Oxford.  Ihr gemütliches Gasthaus liegt direkt am Ufer der Themse, auf der Malcolm oft mit seinem Kanu unterwegs ist, das er ‚La Belle Sauvage‘ getauft hat. So besucht er auch oft das Kloster auf der anderen Flusseite und  bietet dort regelmäßig seine Hilfe an. Eines Tages nehmen die Nonnen dort ein Baby auf, um das sich schnell einige Geheimnisse ranken. Malcolm schließt das kleine Mädchen sofort in sein Herz. Doch die Kleine scheint in großer Gefahr zu schweben und Malcolm tut alles, um die kleine Lyra Belacqua zu beschützen. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse…


„Er lehnte sich zurück und fühlte sich etwas benommen. Der vertraute Raum war warm, der Stuhl gemütlich und ein Teller Kekse stand auf dem Tisch. Wenn er sich in der Küche seiner Mutter in Sicherheit fühlte, dann spürte er hier in diesem kleinen Zimmer, wie groß die Welt sein konnte.“ – Seite 217


Da mir von Philip Pullmans His Dark Materials-Trilogie besonders der erste Band Der Goldene Kompass sehr gefallen hat,  war ich unheimlich gespannt auf diese Vorgeschichte. Hier ist das Mädchen Lyra Belacqua noch ein Baby, doch von ihr geht schon damals eine Besonderheit aus – und sie schwebt mit ihren wenigen Monaten schon in großer Gefahr. Doch sie hat in dem Jungen Malcolm einen großen Beschützer gefunden. Es ist spannend zu verfolgen, wie sich alles entwickelt – der Schreibstil ist genau so toll und ausführlich wie in der Trilogie. Neben der kleinen Lyra ist die Hauptfigur hier der elfjährige Malcolm, den man als Leser sofort ins Herz schließt.
Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen, langsamen Tempo, was zur gesamten Atmosphäre sehr gut passt. Es gibt zudem noch Geheimnisse, ein besonderes Gerät und interessante Forschungsansätze.
Welche Besonderheit mir schon in der Trilogie sehr gut gefallen hat und auch hier vorhanden ist: Jeder Mensch hat einen „Daemon“ – ein sogenanntes „Seelenwesen“ in Tiergestalt, das mit dem Mensch fest verbunden ist. Hier lernt man neben Malcolms Daemon Asta auch schon den berühmten Daemon von Lyra kennen: Pantalaimon.
Um dieses Buch zu verstehen, muss man aber nicht zwingend die Trilogie gelesen haben – hier wird alles sehr gut erklärt.
Das Cover ist sehr schön gestaltet – das abgebildete Kanu mit dem Jungen absolut passend gewählt.  Denn gerade das Kanu spielt hier eine sehr zentrale Rolle.


„Es war geschehen. Die Atmosphäre im Raum hatte sich ganz plötzlich verändert. Es herrschte eine Stimmung … sie konnte es nicht begreifen … es war, als würden alle anderen ein Geheimnis teilen, das sie nicht kannte, und ihren Blick geflissentlich meiden.“ – Seite 266


Mein Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das mich von der ersten Seite an begeistert hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Geschichte entwickelt sich langsam und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist unheimlich spannend zu lesen, was sich vor den Geschehnissen in der His Dark Materials-Trilogie ereignet hat. Hier gibt es einige Überraschungen, tolle Fantasy-Elemente und interessante Entwicklungen. Mir hat es sehr gut gefallen und kann dieses Buch nur empfehlen!


Meine Bewertung: 




Titel: Über den wilden Fluss

Autor: Philip Pullman
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 560
Verlag: Carlsen

Die Bücher der Reihe His Dark Materials:
Band 1 - Der Goldene Kompass
Band 2 - Das Magische Messer
Band 3 - Das Bernstein-Teleskop

Die Vorgeschichte:
Buch 1 - Über den wilden Fluss




Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)

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