Donnerstag, 22. März 2018

Rezension zu "Artemis" von Andy Weir

Zum Buch


Das Leben auf dem Mond

Seit ihrer Kindheit lebt die 26-jährige Jazz Bashara in Artemis – der einzigen Stadt auf dem Mond. Doch hier ist das Leben alles andere als einfach. Um ihren Lebensunterhalt etwas aufzustocken, schmuggelt Jazz für ihre reichen Kunden regelmäßig Zigaretten und weitere Luxusgüter auf den Mond, die eigentlich strengstens verboten sind. Eines Tages bekommt sie einen speziellen Auftrag angeboten, der zwar sehr lukrativ, aber genau so illegal ist. Trotz Bedenken sagt Jazz zu – und ahnt nicht, das ihr Leben bald aus den Fugen geraten wird. Die Lage spitzt sich schließlich lebensgefährlich zu…




„Dann trat ich in die Luftschleuse, schloss die Innentür und ließ die Luft ab. Sobald das erledigt war, öffnete ich die Außentür. Guten Morgen Mond!“ – Seite 100, eBook


Nachdem mir Der Marsianer sehr gut gefallen hatte, war ich dementsprechend gespannt auf Andy Weirs neues Werk. Der Klappentext klingt vielversprechend – doch bereits hier habe ich eine kleine Kritik: Dieser verrät im Vorfeld bereits viel zu viel von der Handlung, sodass die Überraschungsmomente etwas verloren gehen. Doch zunächst geht es sehr interessant los: Man lernt neben der Hauptfigur Jasmine „Jazz“ Bashara auch die Stadt Artemis kennen. Die Lebensweise in der Mondstadt, sowie dessen Aufbau und der Alltag dort sind unheimlich interessant und sehr gut beschrieben. Anfangs waren auch die technischen Details überschaubar und gut platziert, jedoch wird dieses nach einer Weile zu viel. Hier hätten kurze Beschreibungen gereicht.
Die Handlung beginnt spannend, der Anfang ist gut aufgebaut. Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jazz geschrieben - nach und nach erfährt man, wie ihr Lebensweg bisher verlaufen ist.  Doch nach einer Weile flachte meine Begeisterung etwas ab, denn mit den Charakteren und deren Verhalten wurde ich einfach nicht warm. Auch Jazz ist mir nicht sympathisch geworden. Was mich besonders enttäuscht hat: Die anfangs so vielversprechende Handlung nimmt nach einer Weile merklich ab. Das sehr schade, denn Andy Weir hat mit Artemis einen Schauplatz geschaffen, der großartiges Potential bietet. Leider wird es etwas langatmig und durch viele unnötige Abschweifungen verliert sich der rote Faden. Zum Ende hin fängt sich die Geschichte jedoch wieder etwas und wird wieder interessanter.
Gut gefallen haben mir hingegen die Karten von Artemis und deren Umgebung, die vorne im Buch abgebildet sind. Hier bekommt man eine sehr gute Vorstellung der Schauplätze.


„Endlich ließ ich die Molke-Berge hinter mir, und vor mir ersteckte sich bis zum Horizont das Mare Tranquillitatis. Weit entfernt schimmerte Artemis, es waren sicher noch zwei Kilometer. Das unbehagliche Gefühl, das mit der Einsicht kam, wie allein ich hier draußen war, schob ich weg.“ – Seite 122, eBook


Mein Fazit: Artemis kann leider nicht mit Der Marisaner mithalten. Die Mondstadt ist zwar wunderbar beschrieben und damit ein großartiger Schauplatz, jedoch hat mir das Besondere in der Handlung gefehlt. Die Charaktere waren mir persönlich zu blass und unsympathisch, und die Story  verliert durch viele unnötige Details oft den roten Faden. Sehr schade! Mich konnte dieses Buch leider nicht ganz überzeugen, daher vergebe ich 2,5 Sterne. Wer aber mal etwas von Andy Weir lesen möchte, dem kann ich sein Erstlingswerk Der Marsianer wärmstens ans Herz legen.


Meine Bewertung: 




Titel: Artemis

Autor: Andy Weir
Genre: Science-Fiction / Fantasy
Seitenanzahl: 432
Verlag: Heyne


Die Bücher von Andy Weir:
Der Marsianer
Artemis



Vielen Dank an das Bloggerportal  und Heyne für das Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    das ist jetzt schon die zweite enttäuschte Rezension, die ich dazu lesen. Es ist klar, das Buch spare ich mir. Schade, weil ich "Der Marsianer" geliebt habe.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      ich fand es auch so schade - der wunderbare Schauplatz hatte so viel Potential.
      "Der Marsianer" hatte mir auch sehr gut gefallen.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Hallöchen! :)

    Huch, das überrascht mich jetzt aber, dass Artemis so wenig überzeugen konnte, ich fand den Klappentext so vielversprechend :O "Der Marsianer" hat mir ausgesprochen gut gefallen, allerdings hatte er ob seines Inhalts (immerhin sitzt Mark ja allein auf dem Mars) seine Längen :D Insofern hätte ich gehofft dass sich dies bei diesem Band aufhebt da mehr Figuren gleichzeitig vorkommen, scheinbar fehlt dafür was an anderen Fronten. Schade!

    Liebe Grüße!

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    1. Hallo Misty,

      ja, der Klappentext klingt wirklich vielversprechend. Doch irgendwie ist der Funke bei diesem Buch nicht ganz übergesprungen - leider.
      Solltest du das Buch dennoch lesen, bin ich sehr auf deine Meinung gespannt. :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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