Dienstag, 3. April 2018

Rezension zu "Im Tal des Fuchses" von Charlotte Link

Zum Buch

Ein mysteriöses Verschwinden

Auf dem Rückweg von einem Verwandtenbesuch beschließen Matthew und Vanessa Willard kurz vor ihrem Ziel noch eine kurze Pause einzulegen um mit Hund Max einen Spaziergang zu machen. Der Parkplatz ist verlassen und abgelegen, Vanessa beschließt trotzdem, am Auto zu warten. Kurze Zeit später beschleicht sie ein seltsames Gefühl – und dann ist es zu spät: Ein Mann überwältigt sie von hinten, betäubt und entführt sie. Sein Ziel ist eine abgelegene Höhle. Dort sperrt er Vanessa zusammen mit Nahrung für eine Woche in eine Holzkiste. Doch ehe er eine Lösegeldforderung an den Ehemann richten kann, wird er wegen eines anderen Deliktes verhaftet und zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Somit überlässt er Vanessa ihrem Schicksal…


„Er wagte kaum zu atmen vor Spannung, vor Entzücken. Er hatte eine Höhle entdeckt. Eine Höhle in einem Felsen, zugänglich durch einen Geheimgang, den offenbar niemand vorher je gefunden hatte.“ – Seite 7, eBook


Im Tal des Fuchses ist ein Kriminalroman von Charlotte Link, den ich schon lange lesen wollte. Wie schon von der Autorin gewohnt, beginnt die Geschichte spannend – doch die Inhaltsangabe, bzw. der Klappentext gibt tatsächlich nur einen ganz kleinen Einblick in die Handlung. Es gibt mehrere Erzählstränge die sich zum Ende hin gekonnt zusammenfügen. Auch bleibt es lange ein Geheimnis, wohin die Geschichte führt. Dieses fand ich besonders spannend.
Der Schreibstil ist gut, jedoch gibt es im Mittelteil kleine Längen. Doch ab einer gewissen Stelle nimmt die Story wieder an Fahrt auf und offene Fragen werden beantwortet. Auch die Charaktere lernt man nach und nach immer besser kennen. Nicht jeder ist das, was er zu sein vorgibt. Schließlich gibt eine Wendung, mit der man so nicht gerechnet hätte… Lasst euch überraschen.


„Obwohl sie keinen Laut vernommen hatte, zwang sie eine plötzliche Nervosität, sich ruckartig umzuwenden. Es war ein unerklärbares Gefühl von Bedrohung gewesen, es hatte ihre Härchen am Körper aufgestellt und ihr trotz der Wärme ein Frösteln über beide Arme gejagt.“ – Seite 14, eBook


Mein Fazit: Ein spannender Krimi, der sich ganz anders entwickelt, als zuerst gedacht. Die Autorin fügt die verschiedenen Erzählstränge am Ende gekonnt zusammen und sorgt so für manche Überraschung. Ein paar kleinere Längen gibt es im Mittelteil, ansonsten hat mit dieses Buch aber sehr gut gefallen. Für Krimi- und Charlotte Link-Fans empfehlenswert!

Meine Bewertung: 




Titel: Im Tal des Fuchses
Autorin: Charlotte Link
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 576
Verlag: Blanvalet

Kommentare:

  1. Mir hat das Buch auch gut gefallen. Obwohl es schon einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe, ist mir noch in Erinnerung geblieben, dass ich alle Figuren als zu verbissen empfunden habe. Keiner konnte über sich selbst lachen. Das hat eine insgesamt düstere Stimmung hinterlassen und meine Begeisterung ein bisschen getrübt.

    LG Gabi

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    1. Ich fand es ganz gut geschrieben, auch wenn es im Mittelteil ein paar Längen hatte. Da traten die Charaktere irgendwie auf der Stelle. Doch das Finale fand ich wieder ziemlich packend.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Hm... Du meinst also, Durchhalten lohnt sich durchaus? Mal sehen, vielleicht gebe ich dem Buch nochmal eine zweite Chance...

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    1. Ja, ich finde, dass sich das Durchhalten lohnt - denn gerade zum Ende hin gibt es interessante Wendungen. Vielleicht wagst du ja doch noch mal einen zweiten Versuch. :)

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