Sonntag, 8. April 2018

Rezension zu "Strafe" von Ferdinand von Schirach

Zum Buch

Zwölf Kurzgeschichten – zwölf Schicksale

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch Strafe zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden Verbrechen und Schuld zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.
Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. (Klappentext)

Anders als sonst in meinen Rezensionen verwende ich als Inhaltsangabe hier mal dden Klappentext vom Verlag – denn der  beschreibt diese Story-Sammlung perfekt und gibt einen kleinen Einblick in das, was den Leser erwartet, ohne zu viel zu verraten. „Strafe“ ist mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach gewesen und ich bin sehr beeindruckt von seinem Schreibstil. Dieser ist in allen zwölf Kurzgeschichten sehr direkt, ohne viel drum herum. Er kommt sofort zum Punkt und schafft es, auf wenigen Seiten eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen. Die jeweiligen Charaktere werden sehr gut beschrieben – man bekommt einen detaillierten Einblick in deren Leben – und das auf wenigen Seiten. Zu den Inhalten der einzelnen Geschichte möchte ich gar nicht viel erzählen, denn damit würde ich vielleicht etwas von der Spannung nehmen. Nur so viel: Es wird manchmal erschütternd und schockierend, mal traurig und mal überraschend - aber immer sehr packend. Man taucht jedesmal sofort in die jeweilige Situation ein und muss nach mancher Story erst einmal durchatmen. Ein sehr fesselndes Buch.
Das Cover ist in schlichtem schwarz-weiß gehalten und passt sehr gut.


Er stand auf und ging vor bis zur Klippe. Ich folgte ihm. Wir sahen zusammen in die Wellen, die unten gegen die Felsen schlugen.

„Vielleicht hast Du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld“, sagte er, „aber es gibt eine Strafe.“ – aus „Der Freund“  Seite 105, eBook


Mein Fazit: Eine sehr packende Kurzgeschichtensammlung, die einen so schnell nicht loslässt. Intensiv, sehr direkt und ohne viel Ausschmückung beschreibt Ferdinand von Schirach die Schicksale von zwölf Personen. Mal erschütternd und schockierend, mal traurig und dramatisch – alles ist dabei. Der Schreibstil ist sehr klar und macht jede Story auf wenigen Seiten zu einer fesselnden Geschichte. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 





Titel: Strafe

Autor: Ferdinand von Schirach
Genre: Kurzgeschichten
Seitenanzahl: 192
Verlag: Luchterhand


Die drei Storysammlungen:
Verbrechen
Schuld
Strafe


Vielen Dank an das Bloggerportal und Luchterhand für das Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    ich muss auch unbedingt etwas von dem Autor lesen. Ich bin schon länger neugierig, aber so richtig drängend für meine WL wird's erst jetzt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      ich habe mir vorgenommen, die beiden vorherigen Storysammlungen "Verbrechen" und "Schuld" auch demnächst noch zu lesen. :)

      Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen!
      Nicole

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    2. Dann bin ich gespannt, was du von den beiden Sammlungen berichten wirst.

      Liebe Grüße & schönes Wochenende!

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